Pressemitteilung 2021-03-03

Ausführungen zum neuen Geländer auf der Pliensaubrücke

Die Stadtverwaltung erläuterte in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt die Details der Geländerausführung und beantwortete Fragen zum Denkmalschutz und zu einer möglichen Gefährdung für Radfahrende.

Die Pliensaubrücke

Die Geländermontage auf der Pliensaubrücke hat die Gemeinderatsfraktionen der SPD und der Grünen zu kritischen Nachfragen veranlasst. Dabei wurden insbesondere die Berücksichtigung des Denkmalschutzes und mögliche Gefahren für Radfahrende thematisiert. Die Pliensaubrücke unterliegt dem Denkmalschutz. Die Planung des Geländers erfolgte in ständiger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und wurde von diesem in der jetzigen Ausführung genehmigt –- lediglich in Bezug auf den Abstand von Geländer und Brüstung musste zum Ausgleich der Krümmung der Brüstung und der erforderlichen Befestigungsvorrichtung der Abstand geringfügig vergrößert werden. Ein Ziel der Planung war, dass das neue Geländer die historische Ansicht der Brücke bestmöglich erhält. Wesentliche Vorgabe war dabei, dass die Schrauben zur Verankerung des Geländers in die Längsfugen gesetzt werden und somit die historische Ansicht der Brücke bestmöglich erhalten wird. Die Anforderungen der Denkmalbehörden liegen im Wesentlichen auf der Sicht von außen auf die Brücke. Eine Anbringung des Geländers mittig auf der Brüstung war aus Sicht des Denkmalschutzes nicht genehmigungsfähig. Die Sicht von innen ist für eine denkmalrechtliche Beurteilung dagegen von nachgeordneter Bedeutung. Sichtbar ist diese Priorisierung der Außenansicht auch an den sich nach oben hin verjüngenden senkrechten Pfosten.

Neben den denkmalschutzrechtlichen und gestalterischen Belangen muss das Geländer auch den technischen und konstruktiven Anforderungen entsprechen. Neben einer Höhe von mindestens 1,30 m muss das Geländer nach DIN EN 1991 einer Anpralllast von 120 kg standhalten, entsprechend stabil müssen Pfosten und Verankerung gestaltet sein. Problematisch war hierbei die Beschaffenheit der Steinbrüstung. Diese besteht nicht aus massiven Steinen, sondern ist vielmehr eine Steinverblendung um einen Betonkern aus den 50er Jahren, was die Befestigungsmöglichkeiten zusätzlich eingeschränkt hat. Entscheidend für die langjährige Stabilität des Geländers ist zudem der Abstand der Pfosten. Nur wenn dieser nicht zu groß ist, kann ein Verbiegen des Handlaufs – auch durch Vandalismus - verhindert werden. Ein Entwurf des Geländers wurde dem Ausschuss für Technik und Umwelt am 23. September 2020 in öffentlicher Sitzung vorgestellt.

Zusammenfassend stellt das Geländer nach Aussagen des Technischen Rathauses einen Kompromiss aus statischen und denkmalschutzrechtlichen Anforderungen dar. Vor allem die Dimensionen des Geländers begründen sich hierbei eher aus statischen als aus denkmalschutzrechtlichen Anforderungen. Bei der Inneren Brücke wurde das Geländer im Rahmen der 2006 durchgeführten Sanierung ebenfalls erhöht. Da hierbei nur die Anforderungen für Fußgänger:innen berücksichtigt werden mussten, kam hier eine wesentlich filigranere Lösung zur Umsetzung. Allerdings deckt die bestehende Geländerhöhe in der Inneren Brücke die geltenden Höhenvorgaben nur für Fußgänger und nicht vollständig genug für Radfahrer ab. Für die Stadtverwaltung kündigte Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht in der ATU-Sitzung am 3. März deshalb an, dass sie bereits die Weichen dafür gestellt habe, verschiedene Varianten zur Geländererhöhung für Radfahrer in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und einer Arbeitsgruppe des ATU zu erarbeiten.

Die Stadtverwaltung sieht auf der Pliensaubrücke kein Risiko, dass Radfahrende oder Kinder auf Rollern mit dem Lenker am Geländer hängenbleiben. Zumal davon auszugehen ist, das Radler:innen in aller Regel die Brücke in der mittigen Fahrbahn mit ausreichend Abstand zum Geländer befahren werden. Hinzu kommt, dass der Handlauf nach innen etwas überstehen wird und stürzende Personen daher abfängt.

Zugeordnete Tags

Info

Kontakt

Tiefbauamt
Ritterstraße 17
73728 Esslingen am Neckar
Telefon (07 11) 35 12-24 13
Fax (07 11) 35 12-55 26 16

Anfragen der Presse

Büro des Oberbürgermeisters
Rathausplatz 2
73728 Esslingen am Neckar
Michael Botsch

Kommunikation

Telefon +49 (7 11) 35 12-24 90
Fax +49 (7 11) 35 12-55 24 90

es.service

www.baustellen.esslingen.de
Die Baustellenseite der Stadt

Baustellen-Newsletter
Baustelleninfos per Newsletter

Twitter: @EsslingenTweets
Baustellentweets der Stadt

RSS-Feed
Baustelleninfos abonnieren

Kontaktormular
bei Fragen und Anregungen

Mängelmelder
bei konkreten Schäden

es.themen

Hilfreiche Seiten

Es liegen keine Seitenbewertungen vor
* Unter Umständen werden keine oder weniger als 10 Ergebnisse angezeigt